Eröffnungsveranstaltung zur 2. Aktionswoche „Gib Acht im Verkehr“ bei der Landesgartenschau in Wangen im Allgäu

Am Freitag, dem 12.07.2024, fand auf der Kulturbühne der Landesgartenschau in Wangen i.A. die Auftaktveranstaltung zur zweiten Aktionswoche der Verkehrssicherheit statt. Frau Dr. Jana Kübel vom SWR führte durch die Diskussionsrunde, bei der neben dem Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Herr Winfried Hermann MdL, und Frau Staatssekretärin Sandra Boser MdL vom Kultusministerium, auch der Vizepräsident des BADS, Herr Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, der Landesvorsitzende des ADFC BW, Herr Dr. Matthias Zimmermann, sowie der Präsident des LVW BW e.V., Herr Burkhard Metzger und der Erste Vorsitzende des FLV BW, Herr Jochen Klima, Fragen rund um das Thema „Sicherheit im Güterverkehr“ beantworteten. Die Fragerunde wurde vom neu ernannten Landespolizeidirektor, Herrn Norbert Schneider, und dem Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Ravensburg, Herrn Polizeipräsident Uwe Stürmer, eröffnet. Herr Landespolizeidirektor Schneider durfte den Schirmherrn von GIB ACHT IM VERKEHR, Herrn Innenminister Thomas Strobl, vertreten, da dieser wegen einer Trauerfeier in Stuttgart nicht teilnehmen konnte.     

Zum ersten Mal wurde die Podiumsdiskussion live auf dem YouTube-Kanal GIB ACHT IM VERKEHR übertragen. Über den zeitgleich freigeschalteten Live-Chat konnten sich die „Fern-“ Zuschauer auch aktiv an der Gesprächsrunde mit Fragen beteiligen.

Die Aufzeichnung vom Livestream ist auf Gib Acht im Verkehr -YouTube-Kanal unter: Live-Stream-Mitschnitt abrufbar.

Am Ende der Diskussionsrunde wurden die anwesenden Vertreter aller Kooperationspartner von GIB ACHT IM VERKEHR auf die Bühne gebeten, wo sie gemeinsam mittels eines Buzzers symbolisch die zweite Aktionswoche der Verkehrssicherheit eröffneten. 

Mit Drücken des Buttons wurde nicht nur die Aktionswoche gestartet sondern es war der Auftakt zu den vielen Pilotveranstaltungen im ganzen Land an denen unsere 3 Landessektionen mitwirken.

Die LS Südbaden beteiligte sich mit dem Alkoholsimulator und Alkoholparcour an der Aufklärungsaktion des Polizeipräsidiums Offenburg auf der Tank- und Rastanlage Mahlberg auf der BAB 5. Viele LKW Fahrer konnten zu einer Fahrt mit dem Alkoholfahrsimulator animiert werden.
Das Ergebnis war sehr erfreulich, da zwischen allen Teilnehmern ein positiver Austausch stattfand.Alle Besucher der Landesgartenschau erhielten eine Quizkarte mit einer Schätzfrage, bezogen auf die Anzahl der Verkehrsunfälle im ersten Halbjahr 2024, an denen Lkw über 3,5 to beteilgt waren. Knapp 200 Karten fanden den Weg in die Lostrommel. Zu gewinnen gibt es als ersten Preis einen Rundflug mit dem Polizeihubschrauber.

In der Mitte Verkehrsminister Winfried Hermann, MDL Baden-Württemberg, rechts Prof. Dr. Dr. Urban, stellv. Präsident des BADS, links Konrad Ritter, Geschäftsführer LS Südbaden

Herr Prof. Dr. Dr. Urban nahm auch die Gelegenheit wahr mit dem Verkehrsminister über die neuen Grenzwerte mit der Freigabe von Cannabis zu diskutieren und die konsequente Haltung des BADS einzubringen.    

Die Aktion wurde von einem Fernsehteam des SWR begleitet. Der Bericht wurde am 18.07.24 in den 18:00 Uhr-Nachrichten ausgestrahlt.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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