Bundesweite Fortbildungsveranstaltung am 12. und 13. Dezember 2025 in Mannheim

E-Scooter-Fahrsimulator

Wie im letzten Jahr hatte Claus Hering vom Landesverband Nordbaden Mitte Dezember zu einer hochkarätigen Fortbildungsveranstaltung in das Parkhotel 1901 in Mannheim eingeladen. Die Landessektion Bayern – Nord war vollständig vertreten, da alle drei (neuen) Instrukteure, der Geschäftsführer, der Vorsitzende und sein Vertreter anwesend waren. 


Die Vorträge am Freitagnachmittag waren wirklich gut; besonders hervorgehoben werden sollen aber die letzten beiden Referate: 

1. Professor Dr. Patzak, Leiter der JVA Wittlich, referierte zum Thema „Das Cannabisgesetz – Top oder Flop“ mit zahlreichen (in sich widersprüchlichen) gesetzlichen Detailregelungen. 

2. Professor Dr. Carlos Schönfeld-Lecuona, Chefarzt einer Klinik in Neu-Ulm, sprach über „Gesundheitliche Risiken und Folgen durch den Konsum von Cannabis“. Er präsentierte fast erschreckende Studien zur Veränderung der Hirnrinde bei Personen zwischen 14 und 25 Jahren durch den Konsum von Haschisch und/oder Marihuana. 


Am Abend fand nach einem kurzen Besuch eines Mannheimer Weihnachtsmarktes eine Fahrt mit einer historischen Straßenbahn von Mannheim nach Heidelberg statt. Hier gab es bei einem leckeren Abendessen viele gute Gespräche. Der Abend klang bei musikalischer Begleitung in geselliger Runde stilvoll aus. 


Am Samstag wurden diverse (sehr informative) Kurzreferate gehalten und die beiden E – Scooter – Fahrsimulatoren der Landessektionen Bayern – Nord und -Süd präsentiert. Zahlreiche Kongressteilnehmer/innen ließen es sich nicht nehmen, die Fahrsimulatoren selbst auszuprobieren; anschließend wurden die verschiedenen Argumente für und gegen eine Anschaffung erörtert. 


Den Abschluss bildete eine (dringend notwendige) IT – Schulung der Firma „Laterna“, die die neue Webseite (und die Cloud und sonstige Internet-Aktivitäten) des BADS betreut. Bei einem gut schmeckenden Mittagessen beim Italiener wurde die 2 – tägige Fortbildung beendet.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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