Das Peer-Projekt an Fahrschulen wird 25 Jahre alt. Der in Sachsen-Anhalt an der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelte Ansatz konnte von der Pilotphase mittels BzGA-Förderung in mehrere Bundesländer und durch eine Förderung der Europäischen Kommission in zehn EU-Länder übertragen werden.
Grund genug, die Entwicklung dieses bundesweit erfolgreichen Projektansatzes am 8. Dezember 2025 von 10.00 Uhr bis 14.45 Uhr im Rahmen einer Online-Fachtagung gebührend zu würdigen.
Mit dem Peer-Ansatz an Fahrschulen wird direkt in den Fahrschulen eine Interventionsmöglichkeit geschaffen. In Form einer von geschulten Peers (=Gleichgesinnte) geleiteten Kurzintervention zum Schwerpunkt „Alkohol- und Drogenkonsum bei motorisierter Verkehrsteilnahme“, richtet sich das suchtpräventive Angebot direkt an die Zielgruppe der Fahrschüler:innen. Die evaluierte Methode erreicht die jungen Menschen damit an einem Ort – der Fahrschule – die als freiwilliger Lernort mit deutlicher Zielorientierung gewählt wurde und reflektiert evtl. Konsumerfahrungen bereits vor dem Erhalt des Führerscheins.
Junge Menschen, die selbst auch zur Gruppe der „jungen Fahrer:innen“ gehören, werden in Grundlagenseminaren von Fachkräften zu Peers ausgebildet. Inhalte dieser Grundlagenseminare sind, neben Fachvorträgen und Reflexionen der Fahrschul- und Fahranfängerzeit sowie des eigenen Umgangs mit dem Trink-Fahr-Konflikt, auch die Entwicklung und die Erprobung einer Peer-Einheit. Die geschulten Peers werden in Koordinationstreffen betreut und können sich austauschen. Es werden Standards für eine Peer-Einheit abgeleitet.
Der BADS hat den Ansatz in Sachsen-Anhalt sowohl finanziell als auch fachlich unterstützt. Der Projektentwickler und langjährige Projektleiter Marcel Christoph, der Mitglied des BADS-Sachsen-Anhalt ist, wird die Entwicklung des Ansatzes zu Beginn der Veranstaltung rekapitulieren.
Anmeldungen zur Online-Fachtagung sind ausschließlich auf der Website der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe möglich.