Wahlen und Ehrungen in BADS-Mitgliederversammlung

Vizepräsident bleibt Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban

Koblenz/Hamburg (nr). In der diesjährigen Mitgliederversammlung des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) am 22. Nov. in Koblenz wurde der frühere Mainzer Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban in seinem Amt als Vizepräsident einstimmig bestätigt. Das gleiche Votum erzielte bei seiner Wiederwahl der Schatzmeister Karl Klamp, ehemaliger Vors. Richter am Landgericht Limburg. Urban, der auch Vorsitzender der Landessektion Rheinland Pfalz ist, wirkt bereits sei 2007 im Amt als Vize. Klamp bekleidet das Amt als Schatzmeister seit 6 Jahren.

Der BADS zeichnete darüberhinaus langjährig ehrenamtlich tätige Mitglieder aus: Die Ehrennadel in Silber erhielten der Vorsitzende der Landessektion Bremen, Dr. Thorsten Prange, Schatzmeister Karl Klamp sowie der Geschäftsführer der Landessektion Südbaden, Konrad Ritter. Eine Ehrennadel in Bronze erhielten die Landesvorsitzenden Jens Hertel (Sachsen), Wolfgang Oswald (Südbaden), Hans-Peter Schäfer (Saarland) sowie der Instrukteur der Landessektion Rheinland Pfalz Willibald Weigel.

Der mehr als 32 Jahre für die Landessektion Niedersachsen tätige Geschäftsführer, Mike Schmidt-Riediger, wurde vom Vorstand für sein außerordentliches Engagement mit einer Urkunde geehrt. im Jahr 2016 hatte er bereits die goldene Ehrennadel erhalten.

Fotos BADS

v.li.: Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Willibald Weigel, Karl Klamp, Wolfgang Oswald, Dr. Thorsten Prange, Mike Schmidt-Riediger, Konrad Ritter, Hans-Peter Schäfer, Jens Hertel

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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