Jurist Helmut Trentmann auf drei Jahre einstimmig wiedergewählt

Düsseldorf/Hamburg(nr). Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) hat seinen bisherigen Präsidenten, den Hannoveraner Juristen Helmut Trentmann, auf drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Auch die Beisitzer, Gerd Weinreich (Rechtsanwalt aus Oldenburg), Dr. Thorsten Prange (Vors. Richter am Landgericht Bremen), Dr. Ewald Brandt (ehemaliger Ltd. Oberstaatsanwalt aus Hamburg) sowie Thomas Maile (erster Polizeihauptkommissar a.D. aus Aalen) hatten sich zur Wiederwahl gestellt und wurden von der diesjährigen in Düsseldorf tagenden Mitgliederversammlung ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

Präsident Helmut Trentmann bedankte sich für das seiner Person und seinen Kollegen entgegengebrachte Vertrauen. „Unsere Präventionsarbeit zur Sicherheit im Straßenverkehr lebt seit gut 75 Jahren von dem ehrenamtlichen Einsatz. Meine sowie die Wiederwahl der Beisitzer sind ein deutlicher Beweis dafür, dass der BADS in den Reihen unserer Mitglieder fest verankert ist und jedmöglichen Rückhalt genießt.“ Persönliches Vertrauen ermögliche die kompetente Wahrnehmung der ehrenamtlichen Arbeit zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr“, sagte der Präsident. 

Das Gremium sei nach der Teillegalisierung von Cannabis mehr als bisher gefordert, Strukturen und deren Umsetzung sachgerecht und nachvollziehbar umzusetzen. 

Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Kernbotschaft WER GEKIFFT HAT, FÄHRT NICHT! „Wir werden neben der jetzt schon in unseren 21 Landessektionen deutlich vermehrten Präventionsarbeit auf diesem Gebiet zeitnah eine eigene Kampagne starten, um vor den Gefahren von Cannabis und den Folgen eines Mischkonsums mit Alkohol zu warnen.“ Diese werde von der Düsseldorfer Kreativagentur Tiger and Monkey in Zusammenarbeit mit der BADS-Landessektion Rheinland Nord umgesetzt.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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