Selbsterfahrungsversuch für Referendarinnen und Referendare in Nürnberg am 25.11.2025

Am 25.11.2025 waren 27 Referendarinnen und Referendare und 2 Bewährungshelfer in die Kantine des Justizgebäudes in Nürnberg eingeladen, um zunächst ein Referat zum Thema „Alkohol im Straßenverkehr und seine juristischen Auswirkungen“ vom Vorsitzenden der Landessektion Nordbayern des BADS, Wolfgang Gallasch, anzuhören.

Um 16:00 Uhr begann der Selbsterfahrungsversuch, wobei die Arbeitsgemeinschaftsleiterin Ri`inLG Silke Weidner, darauf hinwies, dass als „Zielpunkt“ ein Promille nicht überschritten werden sollte. Die ehemaligen Polizeibeamten Christian Deisel und Günter Neubauer betreuten den mitgebrachten E – Scooter – Fahrsimulator, den Reaktionstest mit den „BlacePods“, die Atemalkoholmessgeräte und standen fortlaufend für Fragen und Diskussionsbeiträge zur Verfügung. Auch die zwei erschienenen Bewährungshelfer wurden von den angehenden Juristen immer wieder mit Fragen konfrontiert.

Die allermeisten Teilnehmer/Innen bewegten sich nach dem Konsum von mehreren Flaschen Bier oder einigen Gläsern Wein im Bereich von 1 Promille. Eine Referendarin „schaffte“ einen Wert von 1,7 ‰, aber hier ist nicht gesichert, ob sie tatsächlich die vorgeschriebene Wartezeit von 15 Minuten bis zum Atemalkoholtest eingehalten hat.

Es wurde jedenfalls lauthals diskutiert, die Rauschbrillen extensiv benutzt und der E – Scooter – Fahrsimulator fortlaufend ausprobiert.

Gegen 18:00 Uhr wurde Pizza angeliefert und langsam sanken die angezeigten Alkoholwerte bei den „Dräger“ Testgeräten wieder.

Gegen 19:30 Uhr wurde die erfolgreiche Veranstaltung beendet.

Für Mai 2026 wurden bereits zwei weitere Trinkversuche fest verabredet.  

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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