Präventionsschulung bei der Firma Alu-Richter in Offenburg

Am 07. Januar 2026 waren unsere Instrukteure zu Gast beim mittelständischen Unternehmen Alu‑Richter in Offenburg. Der Termin stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Präventionsgedankens – ein Leitgedanke, der bei Alu-Richter fest in der Unternehmensphilosophie sowie in Arbeitsorganisation und Struktur verankert ist.

Die Veranstaltung fand in den Produktions- und Fertigungshallen des Unternehmens statt und zog Beschäftigte aus allen Unternehmensbereichen an: Von den kaufmännischen Abteilungen bis hin zur Fertigung nahmen rund 120 Personen teil. Die Firmenleitung war während der gesamten Veranstaltung präsent, was die hohe Bedeutung des Themas für das Unternehmen unterstrich.

Alu-Richter zeichnet sich durch eine gelebte Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden und einer ausgeprägten Sicherheits- und Gesundheitskultur am Arbeitsplatz aus. Diese Firmenkultur zeigt sich nicht nur in der täglichen Zusammenarbeit, sondern auch in einem umfangreichen Portfolio an betrieblichen Präventionsmaßnahmen rund um Gesundheit und Sicherheit, die Alu-Richter auf ihrer Unternehmenshomepage ausführlich beschreibt und die konsequent im Fertigungsbereich umgesetzt werden – von ergonomischen Arbeitsplätzen über regelmäßige Unterweisungen bis hin zu technischen Schutzmaßnahmen. 

Für den Tag der Veranstaltung wurde die Produktion komplett für einen ganzen Tag stillgelegt, um ungestört und konzentriert an den Maßnahmen arbeiten zu können. Im Fokus der Präventionsschulung standen neben klassischen Themen wie Schutz am Arbeitsplatz und Unfallverhütung auch spezifische Gefährdungen durch Alkohol, Betäubungsmittel und Drogen (BADS) – sowohl im Straßenverkehr bei der Führung von Kraftfahrzeugen als auch bei der Bedienung von Maschinen im Betrieb. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich intensiv mit den rechtlichen, gesundheitlichen und sicherheitsrelevanten Konsequenzen auseinander.

Ein besonders eindrückliches Feedback eines Mitarbeiters zeigte die reale Tragweite des Themas: „Wenn ich keinen Führerschein mehr hätte, wäre ich durch meinen Wohnort in Frankreich arbeitslos.“ Aussagen wie diese verdeutlichen, wie existenziell wichtig verantwortungsbewusstes Verhalten für jeden Einzelnen ist.

Unsere Instrukteure wurden während des Tages hervorragend von der Belegschaft versorgt, was die Wertschätzung gegenüber dem Präventionsteam und dem Thema zusätzlich zeigte.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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