E-Scooter prägen nicht nur das Stadtbild sondern auch mehr und mehr die Unfallstatistik:

Das Risiko Alkoholkonsum beeinflusst die Unfallzahlen

E-Scooter sind aus dem modernen Stadtbild nicht mehr wegzudenken, der Erfolg der beliebten Flitzer zeichnet sich jedoch in der aktuellen Unfallstatistik ab. 

Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Deutschland 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden, was einer massiven Steigerung von 38,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders tragisch: Die Zahl der Todesopfer stieg auf 38 Personen an.

Ein Schwerpunkt ist dabei die unterschätzte Gefahr durch Alkohol.

Auch wenn meist mehrere Ursachen zusammen zu einem Unfall führen, sticht doch ein Fehlverhalten der Statistik besonders hervor: Fahren unter Alkoholeinfluss. 

Das Problem ist, E-Scooter werden oft als praktische Alternative für den Heimweg nach einer Feier gesehen werden, das Risiko fährt jedoch auch hier mit. 

  • Das Problem: Bei 10,9 % aller polizeilich registrierten Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrenden war Alkohol im Spiel.
  • Damit liegt die Quote bei E-Scootern deutlich höher als bei anderen Verkehrsmitteln. Bei Fahrradfahrenden lag der Anteil bei 7,7 %, bei Mofas und S-Pedelecs sogar nur bei 6,1 %.

Da Scooter schon auf Grund ihrer Bauart keine Fahrfehler verzeihen, kommt es in Kombination mit alkoholbedingten Einschränkungen, insbesondere der Reaktionsfähigkeit, immer wieder zu schweren Stürzen und Kollisionen.

Wer ist besonders gefährdet?

Die Statistik zeigt deutlich, dass E-Scooter-Unfälle vor allem ein Phänomen der jüngeren Generationen sind. Über die Hälfte (53,6 %) der Verunglückten war jünger als 25 Jahre. Insgesamt gehören fast 84 % der Unfallopfer zur Altersgruppe unter 45 Jahren. 

Viele E-Scooter-Nutzende unterschätzen die Probleme die durch Alkoholkonsum entstehen können und viele sind sich der rechtlichen Gleichstellung mit anderen Kfz nicht bewusst. 

Um dieses Bewusstsein vor allem für die jungen Verkehrsteilnehmer zu schärfen, engagiert sich der BADS bundesweit an Schulen und in Ausbildungsbetrieben mit seinem Präventionsprogramm. Die Einrichtungen können wählen, zwischen

  • Reaktionstestgeräten
  • Vorträgen
  • E-Scooter- Simulator 

Für alle Schulen und gemeinnützigen Vereine ist der Einsatz des BADS kostenlos. Ihre Ansprechpartner vor Ort finden Sie unter: 

https://tinyurl.com/derbadsvorort

Mehr zur E-Scooter-Unfallstatistik finden Sie hier:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/07/PD26_N049_462.html?nn=2110

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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