Danner-Medaille in Gold für Kirsten Lühmann

BADS verleiht Ehrung für unermüdlichen Einsatz zur Verkehrssicherheit

Düsseldorf/Hamburg(nr). Die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) erhält in diesem Jahr das ehemailge Mitglied des Deutschen Bundestages, Kirsten Lühmann(SPD). Damit wird ihre über Jahreangelegte hervorragende Arbeit für die Verkehrssicherheit gewürdigt.

In einem Festakt in der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität (Haus der Universität) am heutigen Freitag (11.Okt.) hob der Präsident des BADS, Helmut Trentmann, hervor, dass die aus dem gehobenen Polizeidienst mit dem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin und Polizeioberkommissarin ausgebildete Kirsten Lühmannn von 2014 bis 2021 unter anderem Mitglied und Obfrau im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur der SPD- Bundestagsfraktion war. ”Sie haben auf all ihren Arbeitsgebieten über viele Jahre wichtige Weichenstellungen in allen Fragen des Straßenverkehrs begleitet und vor allem entscheidend mitgeprägt”, sagte Trentmann.

Hervorzuheben sei hierbei ihre Tätigkeit als verkehrspolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion von 2014 bis 2021 und ihr Einsatz für eine echte Verkehrswende sowie die damit verbundene Reform der Straßenverkehrsordnung im Sinne einer fahrrad- und fußgängerfreundlichen Verkehrspolitik. “Wir begrüßen ihr Engagement für ein Tempolimit auf Autobahnen und für die gezielte Ausweitung und Förderung des Schienenverkehrs. Ferner haben Sie mit Ihren Beiträgen die Diskussion um die gesetzlichen Änderungen zum Autonomen Fahren und zum Umgang mit in Fahrzeugen gesammelten Daten bereichert”, führte der Präsident fort. Nicht zuletzt habe Lühmann die aktuelle Debatte um Cannabis im Straßenverkehr und hier insbesondere die Gleichstellung von Cannabis- und alkoholkonsumierenden Führerscheininhabern begleitet.

“Für den BADS waren und sind Sie, liebe Frau Lühmann, eine wertvolle Partnerin im Bemühen um mehr Sicherheit auf unseren Straßen, im Besonderen aber eine starke Partnerin im Kampf gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr”, schloss BADS-Präsident Helmut Trentmann seine Laudatio.

Die Medaille konnte Kirsten Lühmann nur symbolisch überreicht werden, weil sie krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte. In einer Video-Schalte, bedankte sich Die Medaillenträgerin für die Auszeichnung.

Stellvertretend für Kirsten Lühmann nahm die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht NRW, Gabriele Pappai, die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold entgegen.

Den Festvortrag hielt der Toxikologe des Landeskriminalamtes NRW, Dr. Hellmut Mahler, zum Thema “Cannabis und die Risiken für Mensch und Gesellschaft – Ökologischer Fußabdruck und weitere Folgen des KCanG” “Energieverbrauch von Indoor-Cannabisplantagen“.

Grußworte hielten der erste stv. Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Josef Hinkel, sowie Prof.Dr.Walter Eichendorf (Präsident des Europäischen Verkehrssicherheitsrates und Ehrenpräsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates).

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von dem Saxophon-Duo Amelie Behrendt und Aamir Mohammed.

Der Festakt im Haus der Universität wurde organisiert von der BADS-Landessektion Rheinland Nord.

Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr – kurz BADS genannt – hat 1975 aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens die nach seinem Gründer benannte Senator-Lothar-Danner-Medaille gestiftet. Diese Auszeichnung wird seither für besondere Verdienste um die Verkehrssicherheit, insbesondere bei der Bekämpfung der Unfallursache Alkohol und Drogen vergeben. Die höchste Stufe dieser Auszeichnung, die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold, wird jährlich nur einmal an eine besonders verdiente Persönlichkeit verliehen, heute zum 48. Mal.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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