BADS beim Einheitsfest in Saarbrücken

Über 400.000 Menschen feierten vom 02. bis 04. Oktober 2025 den Tag der Deutschen Einheit im Saarland. Zu dem dreitägigen Bürgerfest kamen neben zahlreichen Saarländerinnen und Saarländern ebenso viele Gäste von nah und fern um in Saarbrücken 35 Jahre Wiedervereinigung zu feiern. Auf 20 Bühnen und Szeneflächen präsentierten sich über 600 Künstler und in den verschiedenen Themenmeilen rund 240 Aussteller, darunter auch zahlreiche Vereine, die damit die große Bedeutung des Ehrenamtes im Saarland widerspiegelten.

Blick auf die sogenannte Ländermeile im Regierungsviertel, in der sich alle Bundesländer präsentierten

Da war der BADS natürlich mit dabei. In Kooperation mit der Landespolizei des Saarlandes hatte die Landessektion Saar neben dem obligatorischen Smart-Realo-Fahrsimulator auch die Reaktionswand T-Wall und die BlazePods im Bereich der sogenannten Blaulichtmeile aufgebaut.

Viel Interesse und großer Besucherandrang am Stand des BADS

Drei Tage lang war das Instrukteursteam der Landessektion bis zu 13 Stunden im Einsatz, um dem großen Andrang interessierter Besucher gerecht zu werden. Neben dem Fahrsimulator fanden die T-Wall und die BlazePods großes Interesse bei den Besuchern, so dass sie permanent im Einsatz waren. Insgesamt nutzten fast 5.000 Menschen die Möglichkeit, sich durch eine aktive Nutzung unserer Simulationsmedien oder durch persönliche Gespräche mit unseren Instrukteuren zu den Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu informieren.

Das Team der Landessektion Saar - noch vor dem großen Ansturm

Die Landessektion dankt seinem Instrukteursteam für diesen anstrengenden, aber zugleich auch sehr erfolgreichen Einsatz, mit dem wir eine bisher nicht mögliche Reichweite unserer Aufklärungstätigkeit erreichen konnten.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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