Präventionsschulung bei DHL: Sicherheit im Lieferdienst

Am 23.04.2026 fand in der DHL Abfertigungszentrale Heidelberg eine Präventionsveranstaltung zum Thema Alkohol und Drogen statt. Ansprechpartner vor Ort war Martin Pustal. Zwischen 13:00 und 17:00 Uhr nahmen rund 40 Mitarbeitende an der Veranstaltung teil.

Im Mittelpunkt standen Vorträge sowie der Einsatz eines Fahrsimulators, mit denen die Auswirkungen von Alkohol- und Drogeneinfluss auf die Fahrtüchtigkeit praxisnah vermittelt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema THC und der Frage, wie sich Cannabis auf die Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und das sichere Führen eines Fahrzeugs auswirkt. Anhand aktueller Beispiele und realitätsnaher Szenarien wurden typische Ausfallerscheinungen und Gefahren unter Drogeneinfluss dargestellt.

Großes Interesse zeigten die Teilnehmenden insbesondere an der Frage, ab wann Fahrerinnen und Fahrer nach dem Konsum von Cannabis wieder sicher und ohne aktuelle Beeinflussung ein Fahrzeug führen können. Da das Fahrzeug bei DHL ein zentrales Arbeitsmittel ist, gilt seitens des Unternehmens eine konsequente Nulltoleranzgrenze in Bezug auf Alkohol und Drogen.

Die Veranstaltung wurde von den Mitarbeitenden sehr positiv aufgenommen. Besonders geschätzt wurde der offene Dialog, in dem rechtliche Grauzonen sowie bestehende Unsicherheiten rund um Alkohol, Drogen und Verkehrssicherheit thematisiert werden konnten.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden unter anderem folgende Fragen diskutiert:

  • Wie schnell baut sich THC im Blut ab?
  • Kann passives Rauchen zu einem positiven Drogentest führen?
  • Darf man mit verschriebenem Cannabis Auto fahren?

Darüber hinaus wurde über die Durchführung eines Gesundheitstages gesprochen, um künftig noch mehr Fahrerinnen und Fahrern die Teilnahme an Präventionsangeboten zu ermöglichen. Auch gezielte Zeitfenster während des Arbeitsalltags wurden als sinnvolle Möglichkeit angesprochen, die Veranstaltungen für alle Beschäftigten besser zugänglich zu machen.

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JMF-Burglengenfeld

Wie gefährlich Alkohol und THC im Straßenverkehr sein können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld auf besonders eindrucksvolle Weise. An zwei Tagen waren Referenten des BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) zu Gast und gestalteten für jede der vier 11. Klassen ein zweistündiges Präventionsprogramm, das Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verband.
Am ersten Veranstaltungstag begrüßte das JMF-Gymnasium Jorg Losse und Günter Losse, am zweiten Tag Manfred Stielper und Jürgen Reithmeier. Die Referenten brachten dabei einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer langjährigen Tätigkeit in der Verkehrsprävention und – größtenteils – aus dem Polizeidienst mit.
In der ersten Unterrichtsstunde vermittelten die Referenten anschaulich die rechtlichen Grundlagen rund um Alkohol- und THC-Konsum im Straßenverkehr. Besonders eindrucksvoll waren ihre Berichte über reale Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. Im Veranstaltungsraum wurde es spürbar still, als die Referenten die oft tragischen Folgen von Alkohol am Steuer schilderten. Schnell wurde deutlich, dass eine einzige falsche Entscheidung ausreichen kann, um das Leben vieler Menschen für immer zu verändern. Während des gesamten Vortrags zeigten sich die Schülerinnen und Schüler äußerst aufmerksam und interessiert. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, bei denen Fragen gestellt und persönliche Eindrücke ausgetauscht wurden.

In der zweiten Unterrichtsstunde wurde das Gelernte unmittelbar erlebbar: An einem modernen Fahrsimulator absolvierten die Jugendlichen zunächst eine normale Autofahrt, bevor sie dieselben Szenarien unter simuliertem Alkoholeinfluss meisterten. Ob bei Nacht, auf verschneiten Straßen, auf Landstraßen oder im Stadtverkehr – schnell wurde deutlich, wie stark Alkohol Reaktionsvermögen, Konzentration und Fahrverhalten beeinträchtigt.
Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Reaktionsfähigkeit an sogenannten BlazePods testen – einem Reaktionsspiel, bei dem zufällig aufleuchtende Sensoren möglichst schnell mit dem Fuß ausgeschaltet werden müssen. Die Übung wurde zunächst ohne, anschließend mit Rauschbrillen durchgeführt, die unterschiedliche Alkoholpegel simulieren. Das Ergebnis sprach für sich: Mit den Rauschbrillen sank die Trefferquote im Durchschnitt auf etwa die Hälfte. So wurde eindrucksvoll deutlich, wie stark bereits ein vermeintlich geringer Rausch Reaktionsvermögen und Koordination beeinträchtigen kann.
Lehrkraft E. Aggül zeigte sich von der Veranstaltung begeistert: „Der Fahrsimulator war weit mehr als nur eine spannende Erfahrung – er hat unseren Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll gezeigt, welche Folgen Alkohol im Straßenverkehr haben kann. Als Lehrkraft war ich begeistert: praxisnah, eindrucksvoll und mit einem nachhaltigen Lerneffekt. So sieht moderne Präventionsarbeit aus.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern hinterließ das Projekt bleibenden Eindruck. Eine Schülerin der 11. Jahrgangsstufe fasste ihre Erfahrungen so zusammen „Ich wusste schon, dass Alkohol am Steuer gefährlich ist. Aber im Simulator hat man erst richtig gemerkt, wie schnell man die Kontrolle verliert. Nach heute ist für mich klar: Ich steige sicher nicht zu jemandem ins Auto, der getrunken hat – und ich fahre auch nie, wenn ich Alkohol getrunken habe.“
Die beiden Präventionstage machten eindrucksvoll deutlich, dass Verkehrssicherheit nicht allein durch Regeln entsteht, sondern vor allem durch Verantwortungsbewusstsein. Das JMF-Gymnasium bedankt sich herzlich bei den Referenten des BADS für ihr großes Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Prävention.
T. Beck [Schuljahr 2025/26]

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